Schloss Montfort
Das Wahrzeichen
Langenargens
Man glaubt sich im Märchen
„Die herrliche Ruine Montfort
auf einer Landzunge gelegen -,
die schönste, die ich je gesehen habe.“
So beschreibt Annette von Droste-Hülshoff in einem ihrer Briefe die Ruine Montfort,
die aber 1861 zugunsten eines „Märchenschlosses“ abgerissen wurde.
Das 1866 im maurischen Stil erbaute Schloss Montfort ist das prächtige Wahrzeichen Langenargens. Auf einer kleinen Halbinsel im See gelegen, ist es heute ein Ort zum Träumen, Feiern, Speisen und Genießen.
Das Schloss Montfort ist allgemein nicht zur Besichtigung geöffnet; neben dem Restaurantbetrieb ist lediglich der Turm für Besucher zugänglich.
Bilder des neuen Schlossmodells werden nach der feierlichen Enthüllung veröffentlicht. Wir danken unseren Sponsoren:
Bürgerstiftung Langenargen
Karl und Carola Winter-Stiftung
Dipl. Restaurator für Steinobjekte Luzius Kürten
Schreinerei Anton Frei
Zimmerei & Gerüstbau Michael Bachmayer
Zwisler Metallbau
AeDis AG
Klempnerei Ralph Taubenheim
Luxwerk - Manufaktur für Lichttechnik
Elektro Oeckl
Fecher Werner Sauter Ingenieurbüro für Bauwesen
Lemp Garten- und Landschaftsbau
Stationen zur Geschichte von Schloss Argen und Schloss Montfort:
| um 1330 | Graf Wilhelm II. von Montfort („Wilhelm der Reiche“) erbaut auf der kleinen Insel vor dem Ort Argen, das seit rund vier Jahrzehnten zur Grafschaft Montfort-Tettnang gehört, eine wohlbefestigte Burg. Sie wird „Veste und Schloss Argen“ genannt. |
| März 1525 | Im Bauernkrieg besetzen die aufständischen Bauern für einige Zeit das Schloss Argen und verstärken ihre Kampfkraft mit den dortigen Geschützen. Nach dem Bauernkrieg wird das Schloss „inwendig mit einem Graben und auswendig mit Palisaden“ umgeben. |
| 1643/47 | In der Sammlung von Stadt- und Burgansichten „Topographia Sueviae“ veröffentlicht der Kupferstecher und Verleger Matthäus Merian zwei Ansichten des „schönen und vesten Schlosses Argen“. |
| 1634 | Im Dreißigjährigen Krieg versuchen die Schweden das Schloss Argen einzunehmen, scheitern aber an der Besatzung des Schlosses. |
| 1646/47 | Erneute Belagerung des Schlosses durch die Schweden. In der Nacht vom 8. auf 9. Januar setzt sich die Besatzung des Schlosses nach Lindau ab. Die Schweden besetzen das Schloss kampflos. Am 2. Oktober 1647 bricht aus unbekannten Gründen eine Feuersbrunst aus und zerstört die oberen zwei Stockwerke. |
| 1662 | Graf Johann VIII. beginnt mit dem Wiederaufbau des Schlosses „so dass man sich hat verwundert, wie aus einem ganz alten Gebäude ein so schönes adeliges Schloss konnte erbaut werden.“ Dieses Schloss Argen, das vom 17. bis zum 19. Jh. bestand, ist im Modell rekonstruiert. |
| 1780 | Graf Franz Xaver von Montfort muss aufgrund der hohen Schuldenlast die Grafschaft an das Haus Österreich verkaufen. Langenargen gehört nun zu den vorderösterreichischen Landen. Ein Gutteil der Einrichtungs- und Wertgegenstände des Schlosses werden nach Österreich ausgelagert. Das Schloss wird als Kriminalgefängnis genutzt. |
| 1805 | Nach der Niederlage Österreichs bei Austerlitz gelangt die Herrschaft Argen an das mit Napoleon verbündete Königreich Bayern. |
| 1810 | Das baufällige Schloss Argen wird von der bayerischen Verwaltung auf Abbruch an Langenargener Bürger verkauft. Zum Abtransport des Materials wird ein Damm zum Festland errichtet. Damit wandelt sich die Schlossinsel zur Halbinsel. Am 14. November 1810 gelangt Langenargen aufgrund territorialer Umgestaltungen an das Königreich Württemberg. Die württembergische Staatsfinanzverwaltung kauft die Schlossruine und verfügt die Einstellung der Abbrucharbeiten. |
| 1842 | Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff beschreibt in einem ihrer Briefe „die herrliche Ruine Montfort (auf einer Landzunge), die schönste die ich je gesehen habe“. |
| 1858 | Die Ruine geht für 3000 Gulden in das Privateigentum von König Wilhelm I. von Württemberg über. |
| 1861 | König Wilhelm verfügt den Abbruch der Ruine, um eine Villa im maurischen Stil nach dem Vorbild der „Villa Avigdor“ in Nizza erstehen zu lassen. |
| 1861-66 | Ein neues Schloss, zunächst „Villa Argena“ genannt, wird vom württembergischen Königshaus gebaut. Das Schloss erhält 1864 von Wilhelms Nachfolger, König Karl von Württemberg, als Reminiszenz an die früheren Landesherren den Namen „Schloss Montfort“. |
| 1873-1901 | Schloss Montfort wird von Prinzessin Luise von Preußen, einer Nichte von Kaiser Wilhelm I., erworben und von ihr als Sommerresidenz genutzt. Langenargen entwickelt sich zum Treffpunkt des europäischen Hochadels. |
| 1902 | Schloss Monfort wird für 175.000 Mark von dem Würzburger Arzt Professor Wilhelm Olivier von Leube erworben. Hier verbringt er die Sommermonate. |
| 1939 | Die Erben des Prof. von Leube verkaufen im Juni 1939 das Schloss an die Deutsche Reichsbahn, welche die gesamte Liegenschaft mit Münzhof und Kavalierhaus nach Kriegsbeginn im Jahre 1940 an die Bürgervereinigung „Gemeinschaft für Volkstum“ veräußert. Das Schloss ist erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. |
| 1952 | Nach Jahren der militärischen Nutzung während des Krieges und in der Nachkriegszeit durch die französische Besatzungsmacht wird das Schloss renoviert und im Sommer 1952 als Kurhaus eröffnet und für kulturelle Zwecke genutzt. |
| 1961 | Die „Gemeinschaft für Volkstum“ löst sich auf und überträgt Schloss Montfort endgültig in den Besitz der Gemeinde. Das Schloss wird als Veranstaltungsort und Restaurant genutzt. |
| 2026 | Ein Steinmodell des Schlosses Argen im Erscheinungsbild vom 17. bis zum 19. Jahrhundert wird im Schlosspark errichtet. |
Quellen:
Langenargener Geschichte(n) VII. Das Schloß Montfort, Gemeinde Langenargen 1993; Elmar L. Kuhn, Eines der ältesten und vornehmsten Adelsgeschlechter in Schwaben. Die Grafen von Montfort als Herren von Langenargen, Gemeinde Langenargen 2025
Die Stationen zur Geschichte von Schloss Argen und Schloss Montfort zum Download:
Das Schloss Montfort Heute:
© Valentin Müller
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Vom Turm des Schlosses hat der Besucher eine beeindruckende Aussicht auf den See, die gegenüberliegenden Schweizer Alpen und das hügelige Hinterland. Faszinierend ist auch der Blick auf den historischen Ortskern Langenargens und den malerischen Gemeindehafen. Im Foyer des 1866 von Wilhelm I. von Württemberg und dessen Sohn Karl I. im maurischen Stil erbauten Schlosses wähnt sich der Besucher in einem orientalischen Märchen.
Eine Turmbesteigung lohnt sich zu jeder Tageszeit, am Spätnachmittag ist sie jedoch besonders empfehlenswert, da die untergehende Sonne den See und die angrenzenden Berge in ein faszinierendes Licht taucht.Öffnungszeiten:
Zeitraum Öffnungszeiten 29. März - 23. Mai täglich von 11 - 16 Uhr 24. Mai - 13. September täglich von 10 - 17 Uhr 14. September - 25. Oktober täglich von 11 - 16 Uhr Preise: Der Eintritt beträgt für Erwachsene 2,00 €, Kinder zahlen 1,00 €. Für Besucher aus Langenargen oder mit der Bodensee Card PLUS ist der Eintritt frei. Für Gäste aus den anderen Gemeinden mit der Echt Bodensee Card beträgt der Eintritt 50 %, sprich für Erwachsene 1,00 € und Kinder 0,50 €.
Turmbesteigung Schloss Montfort Turmbesteigung bei AbendrotEin weiteres Highlight ist die Turmbesteigung bei Abendrot. Sie haben die Möglichkeit den Sonnenuntergang vom Schlossturm aus zu genießen.
Es gelten die selben Bestimmungen bezüglich des Eintritts wie oben aufgeführt.
Die Turmbesteigung bei Abendrot findet von 24. Mai bis 13. September jeden Mittwoch statt. -
Liebe Musikfreundinnen, liebe Musikfreunde,
auch in diesem Jahr können Sie sich auf hochkarätige Konzerte aus Klassik, Jazz und Crossover im Konzertsaal von Schloss Montfort freuen. Auf den wunderbaren Begin im Rahmen des Internationalen Violinfestivals junger Meister in den Osterferien folgt am Juni das Sommerfestival. Wir feiern 2026 ein kleines Jubiläum: Die Schlosskonzerte gehen in die 15. Saison unter meiner Leitung. Im Jubiläumsjahr präsentiere ich Publikumslieblinge in besonderen Konstellationen und neu zu entdeckende KünstlerInnen.
Das erste Konzert gibt ein Ensemble, dessen Mitglieder zum großen Teil in Langenargen bekannt und beliebt sind, das aber erstmals zusammenspielt. Der Pianist und Gewinner des ARD-Wettbewerbs Özgür Aydin trifft auf Andrej Bielow, Professor für Violine in Düsseldorf, Piotr Szumiel, Professor für Viola in Rostock, und den Cellisten Maciej Kulakowski, Gewinner des Witold Lutoslawski-Cello-Wettbewerbs. Ihn können sie im Trio mit Özgür Aydin und der Geigerin und Gewinnerin des Michael Hill Wettbewerbs Ioana Cristina Goicea wiederhören. Das Karol Szymanowski Quartet gestaltete 2012 mit mir mein erstes Schlosskonzert und wird jetzt mit mir ein Programm zwischen Klassik und Jazz darbieten. Zu einer weiteren Begegnung habe ich das Amar-Quartett und den Klarinettisten Alexander Neubauer eingeladen.
Zu den Publikumslieblingen gehören die ZF-Musikpreisträger Aaron Pilsan, der alle Konzertetüden von Chopin spielt, Seong Hyeon Leem, die sich Bach und Schumann widmet, und Shaun Choo, der mit seinem wunderbaren Ensemble Fiestravaganza anreist. Auch die junge Vorarlberger Geigerin Elisso Gogibedaschwili und ihr Klavierpartner Jacopo Giovannini haben einen Platz im Herzen des Publikums erobert und kommen mit Szymanowski, Bartók und de Falla. Zum fünften Mal zu hören ist meine Tochter Hannah Lilian Vogel. Sie wird mit mir am Klavier eigene Songs sowie berühmte Jazzstandards präsentieren. Auch Karl Frierson können Sie wieder erleben, wenn ich ihn bei „Soul at it´s best“ begleite. Ein Dauerbrenner ist der Sommerjazz, zu dem meine Band bei gutem Wetter an die Musikmuschel lädt.
Zum ersten Mal dabei sind das Dandelion Quintett mit klassisch-romantischen Werken für Holzbläser, Grammy-Winner Marian Petrescu mit einem Trio aus Bassist Joel Locher und Drummer Felix Schrack und das junge Etna-Quartett mit Werken von Haydn, Mendelssohn und Borodin. Ebenfalls neu und mitreißend ist das Ensemble Anata mit Piazollas „Vier Jahreszeiten“.
Ich freue mich sehr darauf, Sie wiederzusehen,
Ihr
Peter VogelKünstlerischer Leiter & Veranstalter
Mehr Informationen zu den Langenargener Schlosskonzerten erhalten Sie auf der Internetseite www.langenargener-schlosskonzerte.de.
Kontakt
Tourist-Information Langenargen
Amt für Tourismus, Kultur und Marketing LangenargenObere Seestraße 2/1
88085 Langenargen